Enneagramm

 

Informationen zum Enneagramm

Kommt es vor, dass Sie sich über Ihre eigenen Gedanken, Gefühle, Reaktionen und Verhaltensweisen wundern und manchmal sogar ärgern? Haben Sie gelegentlich den Wunsch, sich selber besser zu verstehen? Würden Sie gerne nachvollziehen können, warum Menschen in Ihrer Umgebung so und nicht anders denken und handeln? Auf diese und ähnliche Fragestellungen gibt das Enneagramm Antwort. Es verbessert unsere Menschenkenntnis im privaten wie im beruflichen Alltag.

Falls Sie Interesse haben, mehr über meine Enneagramm Angebote (z.B. ein Analyseinterview, aktuelle Kurse) zu erfahren, kontaktieren Sie mich. 

 

Das sagen meine Kunden

Das Enneagramm hat mir enorm geholfen, mich selbst besser zu erkennen, tiefer zu verstehen, wie ich „ticke“ – ohne zu werten. Es beschreibt so gut mit Worten, was ich selber ansatzweise spürte, aber nicht so richtig in Worte fassen konnte. Als ich „meinen Typ“ gefunden hatte, verspürte ich eine grosse Erleichterung, endlich „erkannt“ worden zu sein. Ich habe gelernt, gelassener zu werden – mit mir selber und in meinem Umgang mit anderen – und auch mal über mich zu schmunzeln.

Das Enneagramm hilft mir ungemein, andere besser zu verstehen und in ihrer Andersartigkeit stehenlassen zu können. Ich mag am Enneagramm, dass es tiefer geht, als andere Persönlichkeitsmodelle. Zudem schätze ich sehr, dass es dynamisch ist, mir Entwicklungspotential aufzeigt – eine Perspektive zur Reifung. Es hat mir geholfen, meine Gaben zu erkennen und zu entfalten, zeigt mir aber auch, wo ich Gefahr laufe, in meine typischen Fallen zu tappen.

Rahel Kellenberger kennt sich mit dem Enneagramm sehr gut aus. Sie hat ein feines Gespür, wie jemand „tickt“, kann Menschen sehr gut erfassen. Sie hat eine wertschätzende, empathische und klare, fördernde Art.
— D.L. 42 j. Werbeassistentin

 

 

Das Enneagramm als Persönlichkeitsmodell

Auf der Grundlage von jahrtausendaltem Erfahrungs- und Beobachtungswissen bildet das Enneagramm neun unterschiedliche Persönlichkeitsstile ab. Es ist eine Typologie, die neun verschiedene Persönlichkeitsmuster (Grundtypen) und ihre Beziehung zueinander beschreibt. Es beinhaltet eine modellhafte Beschreibung und Gruppenbildung innerhalb der Individualität aller Menschen.

Jedes einzelne Muster der neun verschiedenen Persönlichkeitsstile hat seinen inneren Antrieb, eine eigene Weltsicht, typische Motivationen, Gefühle, Denkstrukturen und Verhaltensweisen.

Das Enneagramm sagt nichts aus über die tatsächliche Lebensgeschichte eines Menschen, auch nichts über die Qualität seines Charakters, seiner Intelligenz oder seiner individuellen Ausprägungen. Das Enneagramm wertet nicht.

Als dynamisches Persönlichkeitsmodell beschreibt das Enneagramm nicht nur tendenzielle Verhaltensweisen und Persönlichkeitsstile. Es enthüllt tiefere Schichten jedes Grundtyps und beschreibt auch die zugrundliegenden Motive einer Person. Es zeigt Gefährdungen und Begabungen auf, sowie „Verwicklungen“ und Entwicklungschancen. So weist es darauf hin in welche Richtung unser individueller Entwicklungsweg positiv verläuft, weil wir unsere besonderen Gaben entfalten und unsere Persönlichkeit ins Gleichgewicht bringen können. Ebenso zeigt es, in welcher Richtung wir verstärkt in unsere typischen Fallen laufen und dadurch unsere Entwicklung selbst behindern.

Das Enneagramm hat ein wesentliches Ziel: Selbsterkenntnis und im Umgang miteinander, Gelassenheit und Akzeptanz. Es fördert also die Selbst-, Beziehungs- und Führungskompetenz.

 

Entstehungsgeschichte des Enneagramm

Das Wort Enneagramm leitet sich von dem altgriechischen „enneagramma“ ab und bedeutet einfach „Neuner-Figur“. 

Vielleicht wundern Sie sich darüber, dass die Persönlichkeitsmuster im Enneagramm mit Zahlen und nicht mit Begriffen benannt werden. Zahlen wurden gewählt, weil Bezeichnungen nie ganz neutral sind. Wir verbinden mit Namen bestimmte Assoziationen und Gefühle. 

Ansätze dieser Typenlehre finden sich bereits bei den christlichen Wüstenvätern des 4. Jh’s. Dieses mündlich überlieferte Erfahrungswissen wurde durch seine Verbindung mit der westlichen Psychologie seit den 1970er Jahren einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.

Der evangelische Pastor Andreas Ebert, der das Modell 1989 als Persönlichkeitstypologie mit dem Buch „Das Enneagramm“ im deutschsprachigen Raum einführte, hält christliche Wurzeln für möglich. Der Koautor dieses Buches war der Franziskaner-Pater Richard Rohr.

 

Entstehung der Persönlichkeitsmuster beim Menschen

Ausgeprägt haben sich unsere Persönlichkeitsmuster in unserer frühen Kindheit, wo sie hilfreich waren. Damals haben wir sie unbewusst entwickelt, um mit unterschiedlichsten Situationen fertigzuwerden, es waren kindliche „Lösungen“.

Als Erwachsene können sie aber zu hinderlichen Fixierungen werden, die uns in herausfordernden Lebenssituationen einschränken oder gar schaden können. Dann lenken sie uns wie ein „Autopilot“ und verhindern, dass wir offen und kreativ auf die gegenwärtige Situation reagieren können.

Das Enneagramm hat tiefgehende Wirkungen auf Menschen. Es regt zu inneren Wegen der Erkenntnis, Veränderung und Reifung an. Es ist kein „Selbstoptimierungsprogramm“, das Druck ausübt. Vielmehr ist es ein Werkzeug zur achtsamen Selbst-Arbeit mit Langzeitwirkung. Es verhilft zu Einsichten und Wahrheiten über uns selbst, unsere Beziehungen und über andere.

 

Wie bestimme ich meinen Grundtyp?

Ich kenne aus eigener Erfahrung keinen guten Enneagramm-Test: Es kommen immer mehrere Grundtypen als Spitzenwerte heraus, die wenig aussagekräftig sind, eine Zuordnung erschweren und so nur als Indikatoren dienlich sind.

Eine mögliche „Selbst“-Bestimmung des eigenen Grundtyps erfolgt durch das eingehende Studium aller neun Typen - mit dem positiven Nebeneffekt, dass die Muster aller Typen kennengelernt werden. Man lernt dabei das ganze Modell kennen, was im zwischenmenschlichen Kontext sehr wertvoll sein kann.

Ich helfe gerne den eigenen Grundtyp in einem Analyseinterview zu bestimmen.

 

Meine persönliche Erfahrung und Motivation mit dem Enneagramm zu arbeiten

Seit fast 25 Jahren bin ich mit dem Enneagramm vertraut. Die Aussagekraft und Treffsicherheit des Enneagramms fasziniert mich ebenso wie seine vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten.

Um andere zu verstehen, muss man zuerst sich selbst verstehen. Die wenigsten Menschen denken, fühlen und handeln so wie ich. Wenn ich in Kontakt mit Menschen trete, bietet mir das Enneagramm Erklärungsmuster dafür, wie diese ticken könnten, und Strategien, um so mit ihnen kommunizieren, dass sie hören und verstehen, was ich sagen will. Dieses Wissen verschafft mir Verständnis und Respekt für ihre Andersartigkeit.

Unterdessen habe ich damit oft mit Einzelpersonen und Gruppen gearbeitet und darüber gelehrt. Es wurde mir zur Schatzkiste mit grossem Wert.

Ich sehe den Hauptzweck des Enneagramm in der Selbsterkenntnis und somit der Persönlichkeitsentwicklung und der Sozialkompetenz.

Es hilft mir, meine Ressourcen und Stärken zu erkennen und zu nutzen. Zudem gibt es mir hilfreiche Hinweise auf meine blinden Flecke, damit diese mich im Leben nicht allzu sehr ausbremsen. Diese Einsichten besitzen Gültigkeit für alle Lebensbereiche, besonders aber im Zusammenwirken mit anderen Menschen. Die Auseinandersetzung mit meinem Grundmuster und die resultierende Weiterentwicklung macht mich im Alltag handlungsfähiger und zu einer reifen Persönlichkeit.

Obwohl sich Wachstum nicht erzwingen lässt, lässt sich Wachstum anregen. Sich mit dem Persönlichkeitsmodell des Enneagramms auseinanderzusetzen, ist aus meiner Erfahrung eine geniale Art persönliches Wachstum anzustossen.

 

Empfehlenswerte Literatur / Hörbücher (Quellennachweise):

  • „Wer du bist“, Ian Morgan Cron, Suzanne Stable, GerthMedien
  • „Die 9 Gesichter der Seele“, Richard Rohr Andreas Ebert, Claudius Verlag
  • „Enneagramm leichtgemacht“, Renée Baron Elizabeth Wagele, Stb Verlag
  • „Wer bin ich? Was treibt mich an?“, Anna-Maria Rumitz Alexander Pfab, jkamphausen-Verlag (auch als Hörbuch erhältlich)
  • „Strategien für die eigene Entwicklung“, Monika Gruhl, HERDER spektrum Verlag
  • Hörbuch „Das Enneagramm“ 7 CD, Gabriele Labudde